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Maschinenbau: Herausforderungen einer deutschen Schlüsselbranche - Ergebnisvernichtung von bis zu 37 Mrd. € branchenweit nicht mehr auszuschließen, Reduktion der Branche um mehr als ein Drittel der Unternehmen
08. Juli 2009
Maschinenbau: Herausforderungen einer deutschen Schlüsselbranche - Ergebnisvernichtung von bis zu 37 Mrd. € branchenweit nicht mehr auszuschließen, Reduktion der Branche um mehr als ein Drittel der UnternehmenMünchen, den 8. Juli 2009:
Eine aktuelle Studie der renommierten Restrukturierungsberatung Alvarez & Marsal (A&M) zeigt auf, dass der Maschinenbau sich in der schlimmsten Krise seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland befindet. Die Meldungen über den dramatischen Zustand der Branche überschlagen sich. Die Kapazitätsauslastung ist auf 72 % zurückgegangen. „Der Auftragseingang ist im April 2009 mit einem Minus von 58 % auf ein neues Rekordtief gefallen. Eine Bodenbildung ist derzeit nicht abzusehen", so Dr. Walter Bickel, Geschäftsführer der Alvarez & Marsal Deutschland GmbH. Nach Einschätzung von A&M wird sich die Zahl der Maschinenbauunternehmen um mehr als 1/3 in den nächsten zwei Jahren reduzieren. Die aktuelle Maschinenbau-Studie von Alvarez & Marsal geht von einem längerfristigen Umsatzeinbruch von 20-25 % bis Ende des Jahres 2010 aus. Bis zu 37 Mrd. € Ergebnis könnten damit - nach den Simulationen von A&M - in dieser Branche bis Ende 2010 vernichtet werden. Das würde statistisch bedeuten, dass sich das Eigenkapital aller Maschinenbauunternehmen halbiert und alle vorhandenen Liquiditätsreserven abschmelzen würden. Eine Forderung der Studie: Die Unternehmen müssen handeln; und zwar schnell. Aufgrund der massiven Unterauslastung wird ein Preiskampf unter den Wettbewerbern die zwangsläufige Folge sein. Zu den existenziellen Herausforderungen in dieser Branche gehören die Sicherstellung der Finanzierung, die Stabilisierung des Umsatzes sowie die sich zwangsweise abzeichnende Marktkonsolidierung. „Nur diejenigen Unternehmen, die bereits mit einer Kapazitätsauslastung von um ca. 70 % die Break-even-Schwelle erreichen, werden sich dem Auslesungsprozess erfolgreich wiedersetzen können. Kostenführer und diejenigen, die über entsprechende Liquiditätsreserven oder Zugänge zu Eigenmitteln verfügen, werden als Gewinner aus der Finanzkrise hervorgehen. Ohne konsequente und nachhaltig umgesetzte Restrukturierungsprogramme sinken die Chancen auf ein Überleben nach der Krise", so Dr. Michael Pesch, Direktor von A&M und Autor der Studie. Wer nicht vom Markt verschwinden will, für den wird das beherzte Angehen eines nachhaltigen Umbauprogramms zum Erfolgsfaktor. Gefragt sind in diesem Modernen Fünfkampf, nach den globalen Erfahrungen von A&M in dieser Branche:
- Reduktion der Fixkosten über einen stärkeren Abbau der Fertigungstiefe
- Konsolidierung im Produktionsverbund (Strukturen und Kapazitäten)
- Konsequentes Management aller Overheadkosten, inklusive der Anpassung der Geschäftsprozesse
- Professionalisierung der Kundenbearbeitungsprozesse und last but not least
- Cash Management, inklusive Working Capital Management
