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Erstes Münchner Wirtschaftssymposium – ein voller Erfolg!
20. Oktober 2010
In Kooperation mit der American Chamber of Commerce in Germany organisierte die Alvarez & Marsal Deutschland GmbH am 7. Oktober 2010 das „Erste Münchner Wirtschaftssymposium“ im Hotel Mandarian Oriental in München. Mehr als einhundert Top-Manager führender bayerischer mittelständischer Unternehmen, Vertreter von im Freistaat Bayern ansässigen DAX-Unternehmen sowie hochrangige Vertreter von Finanzinstitutionen diskutierten die Fragestellung „Dauerhafter Aufschwung oder bleibt die Krise?“.
Das Symposium wurde von Dr. Ludolf von Wartenberg, Vorsitzender des A&M Senior Advisory Boards eröffnet. Als Key-Note-Speaker fungierten der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon und der Vorstandssprecher der HypoVereinsbank, Dr. Theodor Weimer. In einer vielbeachteten Rede stelle Minister Fahrenschon heraus, dass Deutschland im internationalen Vergleich weitaus besser dastehe als erwartet. Trotz des rasanten Aufschwungs seien allerdings noch längst nicht alle Gefahren für den Mittelstand gebannt. Fahrenschon sieht das Engagement deutscher Banken in hoch verschuldeten Euro-Staaten und die schärferen Anforderungen an das Eigenkapital der Institute als Risiko für den Mittelstand. Weimer versuchte in seinem Beitrag, das Wort „Kreditklemme“ zu vermeiden, verwies allerdings darauf, dass sich die deutsche Bankenlandschaft großer struktureller Reformen gegenüber sehe und dabei die internationale Entwicklung nicht verschlafen dürfe.
In der im Anschluss sehr engagiert geführten Diskussion gingen der Vorstandschef der KrausMaffei AG, Dr. Dietmar Straub, der Präsident des Europäischen Wirtschaftsrats, Dr. Ingo Friedrich sowie der Vorstandsvorsitzende der Q-Cells SE, Dr. Nedim Cen gemeinsam mit Dr. Hans Bjerke, Board Member der Parcom Deutsche Private Equity und Dr. Walter Bickel, Geschäftsführer von A&M Deutschland, übereinstimmend davon aus, dass das Vertrauen in den Finanzsektor erschüttert sei und Firmen nur mühsam an Kredite kämen. Während für die Großindustrie die Rezession und Finanzkrise weitgehend überwunden sei, ächzten weite Teile des Mittelstandes nach wie vor unter den Folgen. Ein Großteil der Unternehmen habe noch nicht das frühere Ertragsniveau erreicht, der Finanzierungsbedarf sei vielfach gestiegen. Die Hälfte der Mittelständler führe gegenwärtig eine schlechtere Ertragslage als 2008 an und für viele habe sich der Zugang zu Krediten erschwert. Selbst bei ansteigender Auftragslage sei es schwierig, Wachstum ausreichend finanziert zu bekommen.
Desweiteren appellierten die Teilnehmer an die internationale Politik, endlich die erforderlichen Rahmenbedingungen für Wettbewerbs- und Chancengleichheit in der Welt herzustellen und die überfällige Harmonisierung der Finanzmärkte einzuleiten. Dazu zähle auch ein Insolvenzrecht auf internationaler Ebene, welches zukünftig auch auf einzelne Staaten Anwendung finden müsse. Auf Grund der sehr positiven Resonanz bei allen Teilnehmern wurde beschlossen, das Wirtschaftssymposium auch im kommenden Jahr mit ähnlicher Ausrichtung fortzusetzen.













